Die besten Morgengetränke für ein starkes Immunsystem
Kennst du das, wenn du morgens aufwachst und schon beim ersten Blick aufs Handy denkst, hoffentlich erwische ich jetzt nicht auch noch diese Erkältung, die gerade im Büro rumgeht. Lange dachte ich, die Lösung liegt in irgendeinem teuren Nahrungsergänzungsmittel oder einem grünen Saft, der schmeckt wie frisch gemähter Rasen. Dabei stand die Antwort die ganze Zeit einfach in meiner Küche.

Was du in den ersten dreißig Minuten nach dem Aufstehen trinkst, hat tatsächlich Einfluss darauf, wie dein Körper mit Stress, Flüssigkeitshaushalt und eben auch mit deiner Immunabwehr umgeht. Hier geht es nicht um Wundermittel oder Zaubertränke, sondern um ein paar einfache Getränke, die deinem Körper wirklich einen kleinen Vorsprung verschaffen. Im Folgenden zeige ich dir fünf Morgengetränke, die sich lohnen, warum sie tatsächlich wirken und wie du sie ganz ohne Chemiebaukasten in der Küche zubereitest.
Zitronenwasser zum Start in den Tag

Zitronenwasser klingt fast zu simpel, um wirklich etwas zu bringen, aber die Zahlen sprechen eine andere Sprache. Eine ausgepresste Zitrone liefert dir ungefähr fünfzehn bis dreißig Milligramm Vitamin C, also einen ordentlichen Teil dessen, was dein Körper am Tag braucht. Vitamin C ist direkt daran beteiligt, wie gut deine Immunzellen arbeiten, weil es die Bildung und Unterstützung der weißen Blutkörperchen fördert, die Infektionen bekämpfen.
Besonders praktisch ist der Zeitpunkt. Nach einer Nacht Schlaf ist dein Körper leicht ausgetrocknet, und ein großes Glas Wasser gleich am Morgen bringt Verdauung und Kreislauf in Schwung, mit oder ohne Zitrone. Die Zitrone macht das Wasser einfach schmackhafter, wodurch du eher dazu neigst, genug davon zu trinken.
Zitronen enthalten außerdem Zitronensäure und pflanzliche Stoffe namens Polyphenole, die beide entzündungshemmend wirken und deinem Körper bei der Regeneration helfen. Presse einfach eine halbe Zitrone in ein Glas warmes Wasser, trink es in Ruhe, und du hast gleich zwei Dinge erledigt, Flüssigkeitszufuhr und einen echten Vitamin C Schub, noch bevor das Frühstück überhaupt fertig ist.
Goldene Kurkuma Milch probieren

Goldene Milch, auch Kurkuma Latte genannt, wird schon seit Jahrhunderten in der ayurvedischen Tradition verwendet, und die moderne Forschung bestätigt inzwischen, warum das so ist. Der Wirkstoff in Kurkuma, Curcumin, zeigt in Laborstudien antibakterielle, antivirale und antimykotische Eigenschaften. Außerdem wirkt er als starkes Antioxidans und schützt deine Zellen vor dem alltäglichen Verschleiß, der auf Dauer die Abwehrkräfte schwächen kann.
Curcumin wird vom Körper allein nur schlecht aufgenommen, weshalb traditionelle Rezepte Kurkuma immer mit schwarzem Pfeffer und einer Fettquelle wie Milch kombinieren. Schwarzer Pfeffer enthält Piperin, das die Aufnahme von Curcumin deutlich verbessert, also lass ihn nicht weg, auch wenn er in einem warmen Getränk erstmal seltsam wirkt.
Für die Zubereitung erwärmst du eine Tasse Milch, ob pflanzlich oder tierisch ist egal, und rührst einen halben Teelöffel Kurkuma, eine Prise Pfeffer und etwas geriebenen Ingwer ein. Ein Löffel Honig oder etwas Zimt runden den Geschmack ab. Warm getrunken bekommst du gleichzeitig ein gemütliches Ritual und echte entzündungshemmende Unterstützung.
Eine Tasse Ingwertee aufbrühen

Ingwer wird schon lange als Hausmittel genutzt, lange bevor jemand genau erklären konnte, warum er wirkt. Heute weiß man, dass Ingwer Stoffe wie Gingerol und Shogaol enthält, die im Körper messbar antioxidativ und entzündungshemmend wirken. Manche Laborstudien haben sogar gezeigt, dass Ingwer das Wachstum bestimmter Bakterien und Viren hemmen kann, die die Atemwege betreffen.
Neben der Immunwirkung ist Ingwer auch bekannt dafür, einen aufgebrachten Magen zu beruhigen, Übelkeit zu lindern und die Verdauung anzukurbeln. Da ein großer Teil deines Immunsystems tatsächlich im Darm sitzt, tut alles, was die Verdauung unterstützt, gleichzeitig auch deiner gesamten Abwehr etwas Gutes.
Ingwertee ist in wenigen Minuten gemacht. Schneide ein daumengroßes Stück frischen Ingwer klein, gib es in eine Tasse heißes Wasser und lass es rund zehn Minuten ziehen, wenn du es kräftiger magst. Ein Schuss Zitrone und ein Löffel Honig machen ihn etwas süßer, und schon hast du ein wärmendes Getränk für jede Jahreszeit.
An Matcha oder grünem Tee nippen

Grüner Tee und sein konzentrierterer Verwandter Matcha verdanken ihren Ruf vor allem einem Stoff namens EGCG, kurz für Epigallocatechingallat. Studien zeigen, dass EGCG die Aktivität von Immunzellen auf verschiedene Weise beeinflussen kann, unter anderem indem es die Bildung bestimmter weißer Blutkörperchen unterstützt und die Immunreaktion so reguliert, dass sie effizient bleibt statt überzureagieren.
Eine klinische Studie untersuchte Menschen, die im Winter eine konzentrierte Dosis an Grünteekatechinen einnahmen, und stellte fest, dass ihre Erkältungssymptome kürzer dauerten als bei denen, die das nicht taten, mit weniger verstopfter Nase und weniger Kopfschmerzen. Das ist ein ziemlich beachtliches Ergebnis für etwas so Einfaches wie eine tägliche Tasse Tee.
Matcha liefert dir das ganze gemahlene Teeblatt, wodurch du eine konzentriertere Dosis dieser Stoffe bekommst als bei einem klassisch aufgebrühten Tee. Rühre einen halben Teelöffel Matchapulver in heißes Wasser oder warme Milch, bis es schön schaumig wird, oder brüh dir einfach eine Tasse grünen Tee, wenn dir das morgens lieber ist. So oder so bekommst du einen sanften Koffeinschub zusammen mit echter Unterstützung fürs Immunsystem.
Einen probiotischen Beeren Smoothie mixen

Hier kommt eine Zahl, die die meisten Menschen überrascht, wenn sie sie zum ersten Mal hören. Ungefähr siebzig bis achtzig Prozent deiner Immunzellen sitzen tatsächlich im Darm und nicht, wie man oft denkt, irgendwo im Blutkreislauf. Das bedeutet, die Gesundheit deines Verdauungssystems hat einen riesigen Einfluss darauf, wie gut dein gesamtes Immunsystem funktioniert.
Genau hier kommt ein probiotischer Smoothie am Morgen ins Spiel. Wenn du eine Tasse Kefir oder Naturjoghurt mit einer Handvoll Beeren mixt, bekommst du lebende Kulturen, die dein Darmmikrobiom ausbalancieren, dazu Antioxidantien und Ballaststoffe aus den Früchten. Untersuchungen zu fermentierten Getränken wie Kefir zeigen, dass sie die guten Bakterien im Darm vermehren und gleichzeitig weniger hilfreiche Stämme zurückdrängen können, was auf Dauer eine ruhigere und ausgeglichenere Immunreaktion unterstützt.
Beeren steuern noch ihren eigenen Vorteil bei, denn sie stecken voller Vitamin C und Pflanzenstoffe, die oxidativem Stress entgegenwirken. Gib einfach eine Tasse Kefir, eine Handvoll gefrorene Erdbeeren oder Blaubeeren und einen Löffel Honig in den Mixer, und du hast ein Getränk, das wie ein kleiner Genuss schmeckt und dabei still und leise für Darm und Immunsystem arbeitet.
Ein Morgenritual mit diesen Getränken aufzubauen bedeutet nicht, dass du dich für immer auf eins festlegen musst. Wechsle zwischen Zitronenwasser, goldener Milch, Ingwertee, Matcha und dem probiotischen Smoothie, je nachdem wie dir gerade zumute ist und was du zuhause hast, so bekommt dein Körper Abwechslung und trotzdem verlässliche Unterstützung. Gib dir ein paar Wochen Zeit, achte darauf, wie du dich fühlst, und vielleicht wird genau diese einfache Küchengewohnheit zu der, auf die du dich morgens am meisten freust.