Anschlussfinanzierung-Rechner

Ermitteln Sie Ihre neue Monatsrate und Restschuld nach Ende der Zinsbindung

Über Anschlussfinanzierung Rechner

Der Anschlussfinanzierung-Rechner ist das optimale Tool für alle Immobilieneigentümer, deren feste Zinsbindung für das aktuelle Immobiliendarlehen in absehbarer Zeit ausläuft. Nach Ablauf der ersten Zinsphase, die meist über 10, 15 oder 20 Jahre vereinbart wurde, ist die Restschuld in den seltensten Fällen komplett getilgt. Es verbleibt eine Summe, die über eine Anschlussfinanzierung weiterfinanziert werden muss. Da sich das Zinsniveau am Finanzmarkt im Laufe der Jahre stark verändern kann, stehen Kreditnehmer hier vor einer wichtigen strategischen Entscheidung. Unser Rechner hilft Ihnen dabei, die verschiedenen Optionen systematisch zu analysieren und miteinander zu vergleichen. Es gibt im Wesentlichen drei Wege: die Prolongation (die einfache Verlängerung des Vertrags bei Ihrer bisherigen Bank), die Umschuldung (der Wechsel zu einem neuen Kreditinstitut mit besseren Konditionen) oder den Abschluss eines Forward-Darlehens. Mit einem Forward-Darlehen können Sie sich die aktuellen Zinssätze bereits bis zu 60 Monate vor dem eigentlichen Ablauf Ihres alten Vertrags gegen einen geringen Aufschlag sichern. Der Rechner kalkuliert für Sie die neuen monatlichen Raten, die verbleibende Laufzeit sowie die Gesamtzinskosten. Durch den präzisen Vergleich von Angeboten sehen Sie sofort, wie viel Geld Sie durch einen Bankenwechsel trotz eventuell anfallender Gebühren für die Grundschuldabtretung sparen können.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

1. Wann sollte ich mich um meine Anschlussfinanzierung kümmern?

Es wird empfohlen, sich spätestens 12 bis 24 Monate vor dem Ende der Zinsbindung mit dem Thema zu beschäftigen. Wer sich sehr frühzeitig niedrige Zinsen sichern möchte, kann sogar bis zu 5 Jahre im Voraus ein Forward-Darlehen abschließen.

2. Was versteht man unter einer Prolongation?

Eine Prolongation ist die Fortführung des bestehenden Darlehens bei Ihrer aktuellen Bank. Die Bank sendet Ihnen rechtzeitig vor Ablauf neue Konditionen zu. Der Vorteil ist der minimale bürokratische Aufwand, da keine neuen Bonitätsprüfungen nötig sind.

3. Was ist eine Umschuldung und welche Vorteile bietet sie?

Umschuldung bedeutet, dass Sie für die Restschuld einen Kredit bei einer völlig neuen Bank aufnehmen. Der größte Vorteil liegt darin, dass andere Banken oft deutlich günstigere Zinssätze anbieten, wodurch Sie über die Jahre Tausende Euro sparen können.

4. Welche Kosten entstehen bei einem Wechsel der Bank?

Bei einer Umschuldung fallen Kosten für die Übertragung der Grundschuld im Grundbuch an. Das Notariat und das Grundbuchamt berechnen hierfür Gebühren, die meist bei etwa 0,2 bis 0,5 Prozent der verbleibenden Kreditsumme liegen.

5. Was ist ein Forward-Darlehen und wann ist es sinnvoll?

Ein Forward-Darlehen ist ein Kredit, der erst in der Zukunft ausgezahlt wird, dessen Zinssatz aber heute fest vereinbart wird. Es ist sinnvoll, wenn die aktuellen Zinsen historisch niedrig sind und man mit steigenden Zinsen in der Zukunft rechnet.

6. Kann ich meinen Kredit vor Ablauf der Zinsbindung kündigen?

Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (§ 489 BGB) haben Verbraucher das Recht, jeden Immobilienkredit nach Ablauf von 10 Jahren nach vollständigem Empfang unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von 6 Monaten vorzeitig und ohne Entschädigung zu kündigen.

7. Was passiert, wenn ich mich nicht rechtzeitig um den Anschluss kümmere?

Wenn Sie nicht reagieren und das Angebot der Bank verstreichen lassen, wird das Darlehen in der Regel automatisch in ein variables Darlehen umgewandelt. Die Zinsen dafür orientieren sich am Markt und sind meistens spürbar teurer.

8. Wie flexibel ist die Gestaltung der Tilgungsrate beim Anschluss?

Sehr flexibel. Da Sie einen komplett neuen Vertrag aufsetzen, können Sie die Tilgungsrate völlig neu festlegen. Haben Sie Karriere gemacht, können Sie die Tilgung hochschrauben; brauchen Sie mehr Luft, können Sie sie senken.

9. Verlangt die neue Bank bei einer Umschuldung wieder alle Unterlagen?

Ja, für eine Umschuldung müssen Sie Ihre Bonität erneut nachweisen. Sie benötigen aktuelle Gehaltsnachweise, Steuerbescheide sowie Unterlagen zur Immobilie (Grundbuchauszug, Wohnflächenberechnung, Fotos), da die Bank das Risiko neu einwertet.

10. Wie beeinflusst die Restschuldhöhe den neuen Zinssatz?

Da Sie im Laufe der ersten Jahre bereits einen Teil des Kredits abbezahlt haben, ist das Risiko für die Bank nun deutlich geringer. Der Beleihungsauslauf sinkt, was Ihnen im Vergleich zum Erstkredit oft spürbar bessere Zinskonditionen einbringt.