Anwaltskosten Rechner

Anwaltsgebühren nach RVG 2026 – schnell und kostenlos berechnen

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Über Anwaltskosten Rechner

Der Anwaltskosten Rechner gibt Ihnen einen fundierten Überblick über die zu erwartenden Kosten anwaltlicher Dienstleistungen in Deutschland. Viele Menschen scheuen den Gang zum Anwalt – oft aus Unsicherheit über die anfallenden Kosten. Dabei können Anwaltsgebühren je nach Gegenstandswert, Tätigkeitsart und Abrechnungsmodell erheblich variieren.

In Deutschland richten sich die gesetzlichen Anwaltsgebühren nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG). Die Höhe hängt primär vom Gegenstandswert (dem wirtschaftlichen Wert der Angelegenheit) und der Anzahl der abrechenbaren Gebührentatbestände ab. Manche Anwälte rechnen auch nach Stundensatz oder vereinbaren Pauschalhonorare.

Mit unserem Anwaltskosten Rechner können Sie anhand des Gegenstandswerts und der Tätigkeitsart eine erste Schätzung erhalten. So sind Sie beim Erstgespräch mit Ihrem Anwalt bestens vorbereitet und können die Kosten realistisch einschätzen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

1. Wie werden Anwaltsgebühren in Deutschland berechnet?

Gesetzliche Anwaltsgebühren richten sich nach dem RVG (Rechtsanwaltsvergütungsgesetz). Grundlage ist der Gegenstandswert (Streitwert). Aus einer Tabelle (Anlage 2 RVG) ergibt sich ein Gebührensatz, der dann mit einem bestimmten Faktor multipliziert wird (z. B. 1,3 für die Geschäftsgebühr).

2. Was ist der Gegenstandswert?

Der Gegenstandswert ist der wirtschaftliche Wert der juristischen Angelegenheit. Bei einem Mietstreit um 500 Euro beträgt er 500 Euro. Bei einer Vertragsangelegenheit über 50.000 Euro entsprechend. Je höher der Gegenstandswert, desto höher die Gebühren – aber nicht linear.

3. Kann ich mit meinem Anwalt einen Stundensatz vereinbaren?

Ja. Anwälte können mit Mandanten individuelle Honorarvereinbarungen treffen – z. B. nach Stundensatz. In Deutschland sind Stundensätze von 150–500 Euro je nach Spezialisierung und Region üblich. Ein Stundensatz kann günstiger oder teurer als das RVG sein – das hängt vom Einzelfall ab.

4. Was kostet ein Erstgespräch beim Anwalt?

Viele Anwälte bieten kostenlose oder kostengünstige Erstgespräche an. Gesetzlich geregelt ist eine Erstberatungsgebühr von maximal 190 Euro netto (§ 34 RVG). Fragen Sie vorab, ob das Erstgespräch kostenpflichtig ist und in welcher Höhe.

5. Was ist eine Rechtsschutzversicherung?

Eine Rechtsschutzversicherung übernimmt Anwalts- und Gerichtskosten in versicherten Bereichen (z. B. Arbeitsrecht, Verkehrsrecht). Sie müssen prüfen, ob Ihr Fall durch den Vertrag abgedeckt ist. Viele Versicherungen bieten auch telefonische Rechtsberatung an.

6. Wer zahlt die Anwaltskosten bei einem Rechtsstreit?

Im deutschen Zivilrecht gilt: Die unterlegene Partei trägt in der Regel die Kosten – also Anwalts- und Gerichtskosten beider Seiten. Bei einem Vergleich werden die Kosten oft geteilt. Im Arbeitsrecht trägt jede Partei im ersten Rechtszug ihre Anwaltskosten selbst.

7. Gibt es Prozesskostenhilfe?

Ja. Wer die Kosten eines Gerichtsverfahrens nicht selbst tragen kann, kann Prozesskostenhilfe (PKH) beantragen. Sie wird gewährt, wenn das Einkommen unterhalb bestimmter Grenzen liegt und die Klage hinreichende Erfolgsaussichten hat.

8. Was kostet ein Anwalt außergerichtlich?

Außergerichtlich fällt in der Regel die Geschäftsgebühr an (Faktor 0,5–2,5 nach RVG, üblich: 1,3). Hinzu kommen Auslagenpauschale, Porto und Mehrwertsteuer. Unser Rechner schätzt diese Kosten auf Basis des Gegenstandswerts.

9. Was kostet ein Anwalt im Mahnverfahren?

Im gerichtlichen Mahnverfahren fällt eine Verfahrensgebühr nach dem Gegenstandswert an. Hinzu kommen Gerichtskosten. Bei einem Mahnbescheid über 2.000 Euro liegen die Anwaltskosten typischerweise bei 100–200 Euro netto, die Gerichtskosten bei 36 Euro.

10. Kann ich meinen Anwalt nach erfolglosem Verfahren wechseln?

Ja. Sie können Ihren Anwalt jederzeit wechseln. Achten Sie jedoch auf laufende Fristen und Verfahrensstände. Die bereits angefallenen Gebühren des bisherigen Anwalts müssen in der Regel bezahlt werden, auch wenn kein Ergebnis erzielt wurde.