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Geschwindigkeitsüberschreitung Rechner

Hier erfährst du sofort, welches Bußgeld, wie viele Punkte in Flensburg und ob ein Fahrverbot droht – abhängig von der Überschreitung und dem Streckentyp. Die Werte basieren auf dem aktuellen Bußgeldkatalog 2026.

Berechnung

Über diesen Rechner

Wer kennt das nicht: kurz nicht auf den Tacho geschaut, und schon blitzt es. Ob innerorts, auf der Landstraße oder auf der Autobahn – eine Geschwindigkeitsüberschreitung kann je nach Ausmaß teuer werden und im schlimmsten Fall das Fahrverbot bedeuten.

Unser Geschwindigkeitsüberschreitung Rechner gibt dir sofort Klarheit. Du gibst einfach an, wo du gefahren bist, wie schnell du wirklich warst und was die erlaubte Höchstgeschwindigkeit war – und der Rechner zeigt dir auf Basis des aktuellen Bußgeldkatalogs 2026, welche Strafe, wie viele Punkte in Flensburg und ob eventuell ein Fahrverbot droht.

Das Tool ist besonders nützlich, wenn du einen Anhörungsbogen erhalten hast und dir nicht sicher bist, was auf dich zukommt. So kannst du dich in Ruhe vorbereiten, bevor du reagierst.

Wichtig: Die Angaben gelten für normale Pkw-Fahrer. Für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen oder Fahranfänger in der Probezeit gelten in der Regel schärfere Regelungen. Der Rechner berücksichtigt außerdem den sogenannten Toleranzabzug, der bei Geschwindigkeitsmessungen üblicherweise gewährt wird.

Nutze den Rechner als ersten Orientierungspunkt – für rechtliche Beratung wende dich an einen Fachanwalt für Verkehrsrecht.

Häufige Fragen

Wie viel Toleranz wird bei Geschwindigkeitsmessungen abgezogen?

In Deutschland gibt es keinen gesetzlich festgelegten Toleranzabzug, aber die Praxis hat sich über die Jahre eingespielt. Bei Messungen bis 100 km/h werden in der Regel 3 km/h abgezogen, bei höheren Geschwindigkeiten sind es 3 Prozent des gemessenen Wertes. Das bedeutet: Wer bei erlaubten 50 km/h mit 54 km/h gemessen wird, nach Abzug also noch 51 km/h übrig hat, wird tatsächlich mit einer Überschreitung von 1 km/h geahndet. Dieser Abzug ist nicht als Freifahrtschein zu verstehen – wer bewusst mit wenigen km/h zu viel fährt, riskiert trotzdem ein Bußgeld. Der Toleranzabzug dient lediglich dazu, Messungenauigkeiten zugunsten des Fahrers auszugleichen.

Ab wann droht ein Fahrverbot?

Ein Fahrverbot droht bei besonders schwerwiegenden oder wiederholten Geschwindigkeitsüberschreitungen. Innerorts liegt die Grenze bei 31 km/h zu viel, außerorts bei 41 km/h zu viel. In diesen Fällen ist ein Fahrverbot von einem Monat die Regel. Bei noch höheren Überschreitungen kann das Fahrverbot auf zwei oder sogar drei Monate ausgedehnt werden. Außerdem kann nach mehreren Verstößen innerhalb eines Jahres ein Fahrverbot verhängt werden, auch wenn die Einzelverstöße für sich genommen kein Fahrverbot nach sich gezogen hätten.

Wie viele Punkte bekomme ich in Flensburg?

Das Punktesystem in Flensburg – offiziell das Fahreignungsregister (FAER) – vergibt je nach Schwere des Verstoßes 1 oder 2 Punkte. Bei leichten Geschwindigkeitsverstößen ohne Fahrverbot gibt es meistens 1 Punkt. Bei schwerwiegenden Überschreitungen, die ein Fahrverbot nach sich ziehen, werden 2 Punkte vergeben. Bei 8 Punkten entzieht das Kraftfahrt-Bundesamt die Fahrerlaubnis. Punkte werden nach bestimmten Fristen – je nach Schwere des Verstoßes zwischen 2,5 und 10 Jahren – automatisch gelöscht.

Was passiert, wenn ich den Anhörungsbogen nicht zurückschicke?

Wer einen Anhörungsbogen erhält, ist nicht verpflichtet, sich selbst zu belasten. Du kannst den Bogen einfach ignorieren oder nur sehr eingeschränkte Angaben machen. Allerdings hat die Behörde dann die Möglichkeit, einen Zeugenfragebogen zu schicken, auf den du als möglicher Zeuge antworten musst – es sei denn, du berufst dich auf dein Zeugnisverweigerungsrecht gegenüber nahen Angehörigen. Wichtig: Die Verjährungsfrist für Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr beträgt in der Regel 3 Monate. Wenn die Behörde in dieser Zeit keine Unterbrechungshandlung (z. B. Versand eines Anhörungsbogens) vornimmt, ist der Verstoß verjährt.

Kann ich gegen einen Bußgeldbescheid Einspruch einlegen?

Ja, das ist möglich und in manchen Fällen auch sinnvoll. Du hast zwei Wochen nach Zustellung des Bußgeldbescheids Zeit, schriftlich Einspruch einzulegen. Das muss nicht begründet werden. Danach prüft die Behörde den Fall erneut, und wenn sie an ihrer Entscheidung festhält, wird er an das zuständige Amtsgericht weitergeleitet. Dort entscheidet ein Richter. Sinnvoll ist ein Einspruch vor allem dann, wenn du Zweifel an der Ordnungsgemäßheit der Messung hast oder wenn das Bußgeld unverhältnismäßig erscheint. Ein Anwalt für Verkehrsrecht kann hier gut abwägen, ob sich ein Einspruch lohnt.

Gilt das Bußgeld auch für ausländische Fahrer?

Ja. Ausländische Fahrer, die in Deutschland geblitzt werden, sind genauso zur Zahlung verpflichtet wie deutsche Staatsangehörige. Innerhalb der EU können Bußgelder über die zuständigen Behörden der Mitgliedsstaaten eingetrieben werden. Bei Fahrern aus Nicht-EU-Ländern ist die Vollstreckung komplizierter, weshalb manche Behörden versuchen, das Bußgeld direkt vor Ort einzutreiben. Eine Eintragung in Flensburg erfolgt bei ausländischen Führerscheinen in der Regel nicht.

Wie lange bleiben Punkte in Flensburg bestehen?

Die Tilgungsfristen hängen von der Art des Verstoßes ab. Ordnungswidrigkeiten mit einem Punkt werden nach 2,5 Jahren getilgt, Verstöße mit zwei Punkten nach 5 Jahren. Straftaten im Straßenverkehr – zum Beispiel eine Trunkenheitsfahrt – bleiben 10 Jahre im Register. Die Tilgungsfrist beginnt erst nach Rechtskraft des Urteils oder des Bußgeldbescheids, nicht nach dem eigentlichen Tattag. Ein wichtiger Punkt: Ein neuer Verstoß verlängert nicht automatisch die Tilgungsfrist älterer Einträge.

Was ist der Unterschied zwischen einem Verwarnungsgeld und einem Bußgeld?

Das Verwarnungsgeld ist die mildeste Form der Ahndung im Straßenverkehr und liegt zwischen 5 und 55 Euro. Es gibt keine Punkte und kein Verfahren – du zahlst und die Sache ist erledigt. Beim Bußgeld hingegen wird ein förmliches Verfahren eingeleitet. Es kann Punkte und ein Fahrverbot nach sich ziehen. Ab einer Überschreitung von 21 km/h innerorts oder 26 km/h außerorts gibt es in der Regel keine Verwarnung mehr, sondern ein echtes Bußgeld mit Bescheid.

Wie berechnet sich das Bußgeld bei Wiederholungsverstößen?

Der Bußgeldkatalog sieht bei Wiederholungsverstößen innerhalb eines Jahres deutlich höhere Strafen vor. Wer innerhalb von 12 Monaten zum zweiten Mal mit derselben Überschreitung auffällt, zahlt in der Regel das Doppelte des Regelsatzes. Beim dritten Mal wird es nochmals teurer, und ein Fahrverbot kann auch dann verhängt werden, wenn der einzelne Verstoß normalerweise keines nach sich ziehen würde. Es lohnt sich also, nach einem Verstoß besonders achtsam zu fahren.

Kann eine Geschwindigkeitsüberschreitung zum Führerscheinentzug führen?

Ja, in schwerwiegenden Fällen. Wer innerorts mehr als 70 km/h oder außerorts mehr als 60 km/h zu schnell fährt, riskiert nicht nur ein Fahrverbot, sondern auch die Entziehung der Fahrerlaubnis. Dasselbe gilt, wenn jemand 8 Punkte in Flensburg erreicht. In diesem Fall wird die Fahrerlaubnis entzogen, und man muss sie neu beantragen – gegebenenfalls nach einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU), im Volksmund auch „Idiotentest" genannt. ---