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Mit diesem Rechner ermittelst du schnell die optimale Dämmstärke für deine Innenwand — inklusive erreichtem U-Wert und geschätzten Materialkosten. Ideal für Altbau-Sanierungen, bei denen eine Außendämmung nicht möglich ist.
GEG-Anforderung: ≤ 0,24 W/m²K (Neubau) · Empfehlung Sanierung: 0,30–0,40
Innendämmung ist oft die einzige Möglichkeit, wenn eine Außendämmung am Denkmalschutz scheitert, die Fassade nicht verändert werden darf oder das Budget für eine aufwendige Außensanierung nicht reicht. Aber lohnt sich Innendämmung wirklich und welche Dicke ist sinnvoll?
Unser Innendämmung-Rechner beantwortet diese Fragen. Man gibt die aktuelle Wandkonstruktion, die geplante Dämmdicke und das Material ein, und der Rechner ermittelt den neuen U-Wert, die Einsparung in Kilowattstunden und die Amortisationszeit auf Basis der aktuellen Energiekosten.
Innendämmung hat besondere Anforderungen an den Feuchteschutz, weil sich die Taupunktlage in der Wand verändert. Der Rechner weist auf kritische Konstellationen hin und gibt Hinweise, wann eine diffusionsoffene oder dampfbremsende Lösung empfehlenswert ist.
Für Wohnungsbesitzer, die ihre Mietwohnung oder Eigentumswohnung von innen dämmen wollen, ist dies das richtige Werkzeug.
Innendämmung bezeichnet das Anbringen von Dämmmaterial an der Innenseite einer Außenwand. Sie wird eingesetzt, wenn eine Außendämmung nicht möglich ist, etwa bei Denkmälern, in Eigentümergemeinschaften, bei sehr dicht bebauten Grundstücken oder in Mietwohnungen, wo der Mieter die Wand selbst verbessern möchte. Sie ist grundsätzlich weniger effektiv als Außendämmung, weil die Wärmebrücken an Decken und Innenwandanschlüssen schwerer zu beseitigen sind, aber bei richtiger Ausführung trotzdem sehr wirkungsvoll.
Häufig eingesetzte Materialien sind Calciumsilikatplatten, Mineralschaumplatten, Holzfaserplatten, Polyurethan-Hartschaumplatten und Aerogel-Dämmstoffe. Calciumsilikatplatten sind besonders beliebt, weil sie kapillaraktiv sind, Feuchtigkeit aufnehmen und abgeben können und damit das Schimmelrisiko reduzieren. Hochwertige Dämmstoffe wie Aerogel ermöglichen bei sehr geringer Dicke gute U-Werte, sind aber teurer. Die Materialwahl hängt von Wandkonstruktion, Raumsituation und Budget ab.
Das hängt von der Dämmdicke ab. Eine 6 Zentimeter dicke Dämmung reduziert jede gedämmte Außenwand um 6 Zentimeter. Bei einem Raum mit zwei Außenwänden verliert man pro Meter Raumlänge also 12 Zentimeter. Bei einem kleinen Zimmer mit 3 mal 4 Metern und zwei Außenwänden könnte der Raum auf 2,88 mal 3,88 Meter schrumpfen – das sind rund 1,3 Quadratmeter weniger. Für stark dämmende Lösungen mit weniger Dicke, etwa aus Aerogel, ist der Flächenverlust geringer.
Das größte Risiko ist Feuchtigkeit und Schimmel. Wenn warme, feuchte Raumluft in die Wand eindringt und auf kalte Bauteile trifft, kann sie kondensieren. Bei Innendämmung verschiebt sich der Taupunkt in Richtung Innenraum, was bei falscher Ausführung zu Kondensation an den Wärmebrücken führen kann. Deshalb ist entweder eine dampfbremsende Schicht oder ein kapillaraktiver Dämmstoff wichtig. Unser Rechner gibt Hinweise auf kritische Konstellationen, ersetzt aber nicht die Beratung durch einen Bauphysiker.
Einfache Systeme wie Styropor- oder Dämmplatten zum Aufkleben lassen sich von handwerklich begabten Menschen selbst verlegen. Für anspruchsvollere Lösungen mit Dampfbremsfolien, Calciumsilikatplatten oder komplexen Wandaufbauten empfiehlt sich ein Fachbetrieb. Fehler bei der Innendämmung können teuer werden, wenn Schimmel entsteht und aufwendig saniert werden muss. Eine fachkundige Beratung vorab ist immer die bessere Investition.
Das hängt von den Kosten pro Quadratmeter, dem aktuellen U-Wert der Wand und dem Energiepreis ab. Günstige Systeme ab etwa 30 Euro pro Quadratmeter bei moderatem Handwerkeraufwand können sich in 10 bis 15 Jahren amortisieren. Hochpreisige Lösungen mit teuren Materialien und aufwendiger Installation dauern länger. Der Rechner zeigt die konkrete Amortisationszeit für die eingegebenen Parameter. Mit Förderung verkürzt sich die Zeit meist deutlich.
Ja. Innendämmung von Außenwänden ist im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) förderfähig, wenn der resultierende U-Wert die Anforderungswerte unterschreitet und ein Energieeffizienz-Experte die Maßnahme begleitet. Die Förderquote liegt je nach Programm zwischen 15 und 20 Prozent auf die förderfähigen Kosten. Für Eigentümer selbst genutzter Gebäude gibt es außerdem steuerliche Absetzungsmöglichkeiten über Paragraf 35c EStG.
Bei diffusionsoffener Innendämmung, zum Beispiel mit Calciumsilikatplatten oder Holzfaser, kann Wasserdampf durch die Dämmschicht diffundieren und wird vom Material kapillar weitergeleitet, ohne zu kondensieren. Bei dampfbremsender Innendämmung wird der Wasserdampf durch eine Folie oder dichte Schicht am Eintritt in die Wand gehindert. Beide Systeme haben ihre Berechtigung, je nach Wandaufbau und Feuchtigkeitssituation. Der Rechner gibt eine erste Einschätzung, welcher Ansatz für die eingegebene Wandkonstruktion geeigneter erscheint.
Grundsätzlich ja, aber in feuchten Räumen wie Bädern oder Küchen ist besondere Vorsicht geboten. Dort ist die Feuchtigkeitsbelastung höher, was die Anforderungen an den Dampfschutz erhöht. Auch im Keller gibt es besondere Bedingungen, da die Feuchte hier oft von außen durch das Erdreich kommt. In Wohnräumen mit normaler Nutzung ist Innendämmung bei richtiger Ausführung unproblematisch. Der Rechner unterscheidet bei der Risikobeurteilung zwischen verschiedenen Raumnutzungen.
Das hängt vom Ausgangszustand der Wand ab. Eine alte, ungedämmte Außenwand mit einem U-Wert von 1,2 W/(m²K), die durch Innendämmung auf 0,3 W/(m²K) verbessert wird, spart 75 Prozent der Wärmeverluste durch diese Fläche. Bezogen auf die Gesamtheizkosten hängt die Einsparung davon ab, wie groß der Anteil der Außenwände an der Gesamtwärmeverlustfläche ist. Typischerweise lassen sich mit einer vollständigen Innendämmung aller Außenwände 20 bis 35 Prozent der Heizenergie einsparen.