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Mit diesem Rechner siehst du auf einen Blick, wie viel Strom deine Solaranlage erzeugt, was sie kostet und wann sie sich amortisiert. Gib einfach deine Dachfläche, den Strompreis und die Anlagenkosten ein – den Rest erledigt der Rechner.
Eine Photovoltaikanlage ist eine der attraktivsten Investitionen für Hausbesitzer, die Energiekosten senken und unabhängiger vom Stromnetz werden wollen. Aber wie viel Strom produziert eine Anlage wirklich und wann rechnet sie sich?
Unser Photovoltaik-Rechner gibt präzise Antworten. Man gibt die Anlagengröße in Kilowattpeak, den Standort, die Dachneigung und die Ausrichtung ein. Der Rechner berechnet den Jahresertrag in Kilowattstunden, die mögliche Eigenverbrauchsquote, die Einsparungen durch Eigenverbrauch und die zu erwartende Einspeisevergütung.
Das Ergebnis zeigt, wie lange die Amortisation dauert und wie die Rendite im Vergleich zu klassischen Anlageformen ausfällt. In Kombination mit einem Stromspeicher lässt sich der Eigenverbrauch erhöhen und die Wirtschaftlichkeit weiter verbessern.
Dieser Rechner ist der ideale Ausgangspunkt für alle, die über eine PV-Anlage nachdenken und belastbare Zahlen für das Gespräch mit einem Installateur brauchen.
Als Faustregel gilt in Deutschland: Eine Anlage mit 1 Kilowattpeak (kWp) erzeugt je nach Standort und Dachausrichtung zwischen 800 und 1.100 Kilowattstunden Strom pro Jahr. In Süddeutschland liegt der Ertrag höher als im Norden, und eine nach Süden ausgerichtete Dachfläche mit 30 bis 35 Grad Neigung liefert optimale Ergebnisse. Eine typische Hausdachanlage mit 10 kWp produziert demnach rund 9.000 bis 11.000 kWh pro Jahr.
Die Preise sind in den letzten Jahren deutlich gesunken. Eine schlüsselfertige Dachanlage für ein Einfamilienhaus mit 8 bis 12 kWp kostet inklusive Installation zwischen 12.000 und 20.000 Euro, abhängig von Modulqualität, Wechselrichter, Montagesystem und Anbieter. Ohne Stromspeicher liegen die reinen Anlagenkosten niedriger. Mit Speicher kommen je nach Kapazität nochmals 4.000 bis 12.000 Euro dazu. Die Mehrwertsteuer auf Photovoltaikanlagen für Privathaushalte beträgt seit 2023 null Prozent.
Bei aktuellen Modulpreisen und einem Strompreis von 30 bis 40 Cent pro kWh amortisiert sich eine typische Anlage je nach Eigenverbrauchsanteil und Einspeisevergütung in 8 bis 12 Jahren. Nach der Amortisation produziert die Anlage 10 bis 15 weitere Jahre nahezu kostenlosen Strom. Die Rendite liegt bei gut konzipierten Anlagen häufig bei 6 bis 10 Prozent pro Jahr, was im Vergleich zu vielen klassischen Anlageformen sehr attraktiv ist.
Wer mehr Solarstrom erzeugt als er selbst verbraucht, kann den Überschuss ins Netz einspeisen und dafür eine gesetzlich festgelegte Vergütung erhalten. Diese wird jährlich angepasst. 2026 liegt die Einspeisevergütung für neue Anlagen bis 10 kWp bei rund 8 bis 9 Cent pro kWh. Die genaue Höhe hängt vom Inbetriebnahmedatum und der Anlagengröße ab und gilt für 20 Jahre. Da der Eigenverbrauch von selbst produziertem Strom deutlich mehr wert ist als die Einspeisevergütung, lohnt es sich, den Eigenverbrauch zu maximieren.
Der einfachste Weg ist ein Stromspeicher, der überschüssigen Tagessolarstrom für den Abend- und Nachtbedarf aufbewahrt. Weitere Möglichkeiten sind die Nutzung von Verbrauchern tagsüber, also Waschmaschine, Spülmaschine oder Warmwasserbereitung während der Produktionszeiten zu betreiben. Wer ein Elektroauto hat, kann es tagsüber laden. Mit einem Energie-Management-System (EMS) lässt sich der Eigenverbrauch automatisiert auf 50 bis 80 Prozent steigern.
Für die meisten Dachanlagen auf Wohngebäuden ist in Deutschland keine separate Baugenehmigung mehr erforderlich. Allerdings muss die Anlage beim zuständigen Netzbetreiber angemeldet und im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur registriert werden. Bei denkmalgeschützten Gebäuden oder in bestimmten Bebauungsplanbereichen kann eine Genehmigung dennoch nötig sein. Ein Installateur übernimmt diese Anmeldungen meist im Rahmen der Montage.
Ja, auch Ost-West-Ausrichtungen oder Neigungswinkel, die von den optimalen 30 bis 35 Grad abweichen, sind wirtschaftlich sinnvoll. Der Ertragsverlust gegenüber einer optimal ausgerichteten Südanlage beträgt je nach Ausrichtung 10 bis 25 Prozent. Bei sinkenden Modulpreisen und hohen Strompreisen ist auch eine suboptimal ausgerichtete Anlage mit guter Rendite realisierbar. Unser Rechner berechnet den Ertrag für jede Ausrichtung und Neigung individuell.
Eine herkömmliche PV-Anlage schaltet sich bei einem Netzausfall automatisch ab, weil der Wechselrichter das Netz zur Synchronisation benötigt und aus Sicherheitsgründen keine Einspeisung ins abgeschaltete Netz erlaubt ist. Mit einem Speicher und einer Notstromfunktion kann das Haus in bestimmten Grenzen auch bei Netzausfall weiter mit Solarstrom versorgt werden. Moderne Hybrid-Wechselrichter bieten diese Funktion, was besonders in Regionen mit gelegentlichen Netzunterbrechungen attraktiv ist.
Hochwertige Solarmodule haben eine Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren und mehr. Die Leistung nimmt dabei leicht ab – typischerweise um 0,3 bis 0,5 Prozent pro Jahr. Nach 25 Jahren erbringt ein gutes Modul noch rund 85 bis 90 Prozent seiner Anfangsleistung. Wechselrichter haben eine kürzere Lebensdauer von 10 bis 15 Jahren und müssen gegebenenfalls ersetzt werden. Im Rechner ist die Degradation der Module bei der Ertragsprognose über 20 Jahre berücksichtigt.
Balkon-Kraftwerke, also kleine Stecker-Solargeräte mit bis zu 800 Watt, sind auch für Mieter eine Option. Sie werden an die Steckdose angeschlossen, produzieren Strom direkt für den Haushalt und können die Stromrechnung um 100 bis 200 Euro pro Jahr senken. Eine Anmeldung beim Netzbetreiber und eine Meldung im Marktstammdatenregister sind erforderlich, der Aufwand ist aber gering. Unser Rechner kann auch für Balkon-Kraftwerke genutzt werden, indem man die entsprechende Anlagengröße eingibt.