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Hier kannst du Reifenmaße in Sekunden umrechnen und den Außendurchmesser, den Reifenumfang sowie die effektive Fahrgeschwindigkeit berechnen. Nützlich beim Reifenwechsel, beim Vergleich verschiedener Felgengrößen oder wenn du prüfen willst, ob ein alternatives Reifenmaß zu deinem Fahrzeug passt.
Oder einzeln eingeben:
225/45 R17 – wer nicht täglich mit Reifen zu tun hat, findet diese Zahlenfolge erstmal kryptisch. Dabei steckt dahinter alles, was du über die Größe deines Reifens wissen musst: Breite in Millimetern, Verhältnis von Flankenhöhe zu Breite in Prozent und Felgendurchmesser in Zoll. Unser Reifengrößen-Rechner übersetzt diese Angaben in verständliche Werte und hilft dir dabei, Alternativen zu finden.
Besonders praktisch ist der Rechner, wenn du überlegst, ob du auf eine andere Reifengröße wechseln kannst – zum Beispiel beim Kauf von Winterreifen oder beim Felgentausch. Der Rechner zeigt dir, wie stark sich der Außendurchmesser ändert, welche Auswirkung das auf deine Tachoanzeige hat und ob die neue Größe in der Praxis kompatibel ist.
Achtung: Der Rechner liefert eine technische Einschätzung, ersetzt aber keine offizielle Freigabe. Reifengrößen, die nicht in der Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) eingetragen oder per ABE (Allgemeine Betriebserlaubnis) genehmigt sind, dürfen rechtlich nicht gefahren werden. Im Zweifel immer beim Reifenhändler oder TÜV nachfragen.
Ein sicheres und gesetzeskonformes Ergebnis bekommst du, wenn du den Rechner als Vorprüfung nutzt – so kommst du vorbereitet zum Fachmann.
Die Reifenbezeichnung folgt einer internationalen Norm. Am Beispiel 225/45 R17 91W: 225 steht für die Reifenbreite in Millimetern, 45 ist der Querschnitt – also das Verhältnis von Flankenhöhe zu Reifenbreite in Prozent (hier: 45 % von 225 mm), R steht für Radialreifen (heute Standard), 17 ist der Felgendurchmesser in Zoll, 91 ist der Lastindex (maximale Tragfähigkeit), und W ist der Geschwindigkeitsindex (hier bis 270 km/h). Alle diese Werte müssen für das Fahrzeug geeignet sein.
Nicht ohne Weiteres. Die Reifengröße muss entweder in der Zulassungsbescheinigung eingetragen sein oder durch eine ABE (Allgemeine Betriebserlaubnis) abgedeckt werden. Wenn du eine nicht zugelassene Größe montierst, erlischt die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs – du bist dann nicht versichert und fährst illegal. Erlaubte Alternativen findest du oft in deiner Fahrzeugdokumentation oder beim Hersteller.
Als Faustregel gilt: Der Außendurchmesser der Alternativgröße sollte nicht mehr als plus/minus 3 % vom Originaldurchmesser abweichen. Größere Abweichungen beeinflussen die Tachoanzeige (die dann zu optimistisch oder zu pessimistisch anzeigt), das ABS-System, den ESP-Eingriff und den Tachometer. Bei zu großen Reifen kann es außerdem zu Kontakt mit dem Radhaus kommen, insbesondere beim Einlenken oder bei Schlaglöchern.
Der Lastindex (Load Index) gibt die maximale Tragfähigkeit eines Reifens bei zulässiger Höchstgeschwindigkeit an. Der Wert 91 entspricht beispielsweise 615 Kilogramm. Der Lastindex des montierten Reifens muss mindestens dem in der Fahrzeugdokumentation vorgeschriebenen Wert entsprechen – er darf höher, aber nie niedriger sein. Bei Fahrzeugen mit Anhängerbetrieb gelten oft noch striktere Anforderungen.
Der Geschwindigkeitsindex (Speed Rating) gibt die maximale Dauergeschwindigkeit an, für die der Reifen ausgelegt ist. H steht für 210 km/h, V für 240 km/h, W für 270 km/h und Y für 300 km/h. Der montierte Reifen muss mindestens den in den Fahrzeugpapieren vorgeschriebenen Index aufweisen. Bei Fahrzeugen, die keine 250 km/h erreichen können (was die meisten sind), ist ein niedrigerer Index im Alltag unproblematisch – aber die Freigabe muss trotzdem passen.
Ja, durchaus. Breitere und schwerere Reifen erhöhen den Rollwiderstand und damit den Kraftstoffverbrauch. Umgekehrt können schmalere Reifen mit geringerem Rollwiderstand zu kleinen Verbrauchsvorteilen führen. Außerdem beeinflussen breitere Reifen das Handling positiv (mehr Grip), verschlechtern aber das Fahrverhalten auf Schnee. Es ist immer ein Kompromiss zwischen Sicherheit, Komfort, Verbrauch und Optik.
Ein zu großer Reifen dreht bei gleicher Fahrgeschwindigkeit langsamer – der Tacho zeigt dann weniger als die tatsächliche Geschwindigkeit. Das klingt zunächst harmlos, kann aber bei Geschwindigkeitskontrollen zum Problem werden, wenn die tatsächliche Überschreitung höher ist als gedacht. Ein zu kleiner Reifen dreht schneller – der Tacho zeigt zu viel an. Beim TÜV kann das zu Beanstandungen führen, wenn die Abweichung zu groß ist.
Winterreifen müssen ebenfalls den Anforderungen der Fahrzeugpapiere entsprechen. Oft sind in der Zulassungsbescheinigung oder per ABE mehrere Reifengrößen freigegeben. Bei Winterreifen ist es üblich, auf schmalere und kleinere Felgen zu wechseln (Schneewalze), um bessere Schneetraktion zu erzielen. Wichtig: Auch für Winterreifen gilt das M+S-Symbol oder das neue Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke) als Voraussetzung für die gesetzliche Winterreifenpflicht.
Die Formel: Außendurchmesser = (Felgendurchmesser × 25,4) + (2 × Reifenbreite × Querschnitt / 100). Beispiel für 225/45 R17: (17 × 25,4) + (2 × 225 × 0,45) = 431,8 + 202,5 = 634,3 mm. Unser Rechner erledigt diese Berechnung automatisch für dich und stellt beide Größen gegenüber.
XL steht für „Extra Load" – das sind verstärkte Reifen mit einer höheren Tragfähigkeit als Standard-Reifen der gleichen Größe. Sie haben eine festere Seitenwand und können bei höherem Luftdruck betrieben werden. XL-Reifen werden oft bei schweren Fahrzeugen, SUVs und Fahrzeugen mit Anhängerbetrieb vorgeschrieben. Wenn dein Fahrzeug XL-Reifen erfordert, darf kein Standard-Reifen gleicher Größe montiert werden – auch nicht, wenn der Lastindex nominell ausreichend erscheint. ---