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Solarthermie-Rechner

Dieser Rechner zeigt, wie viel Wärme eine Solarthermieanlage pro Jahr liefert – und was das fürs Konto bedeutet. Einfach Dachfläche, Standort und Verbrauch eingeben, fertig. Ideal für Hausbesitzer, die vor der Entscheidung stehen.

Berechnung

Über diesen Rechner

Solarthermie nutzt die Energie der Sonne zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung. Im Sommer kann eine gut dimensionierte Anlage nahezu den gesamten Warmwasserbedarf eines Haushalts decken – vollständig ohne fossile Energie und ohne laufende Brennstoffkosten.

Unser Solarthermie-Rechner ermittelt den zu erwartenden Jahresertrag in Kilowattstunden, den prozentualen Deckungsgrad für die Warmwasserbereitung und die zu erwartende Kosteneinsparung. Die Eingabe von Standort, Kollektorfläche und Speichergröße reicht für eine realistische Abschätzung.

Besonders interessant ist Solarthermie für Haushalte mit hohem Warmwasserbedarf – große Familien, Haushalte mit Badewanne oder häufigem Duschen – und für alle, die ihre Gasheizung entlasten oder ergänzen wollen.

Der Rechner hilft dabei, die richtige Anlagengröße zu finden und vorab zu prüfen, ob die Wirtschaftlichkeit den Aufwand rechtfertigt.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Solarthermie und Photovoltaik?

Solarthermie wandelt Sonnenlicht in Wärme um, die direkt für Warmwasser oder Heizung genutzt wird. Photovoltaik wandelt Sonnenlicht in elektrischen Strom um. Solarthermie ist thermisch effizienter, weil die direkte Wärmegewinnung weniger Umwandlungsverluste hat als die Stromerzeugung. Photovoltaik ist flexibler, weil Strom vielseitig genutzt werden kann. In der Praxis ergänzen sich beide Technologien gut, aber für die reine Warmwasserbereitung ist Solarthermie in vielen Fällen die effizientere und günstigere Lösung.

Wie viel Warmwasser kann eine Solarthermieanlage bereitstellen?

Eine Solarthermieanlage für die Warmwasserbereitung eines Vier-Personen-Haushalts braucht typischerweise 4 bis 6 Quadratmeter Kollektorfläche und einen Speicher mit 300 bis 400 Litern Volumen. Im Jahresmittel können damit 50 bis 65 Prozent des Warmwasserbedarfs solar gedeckt werden. Im Sommer sind es oft 100 Prozent, im Winter deutlich weniger. Die restlichen Bedarfsanteile übernimmt die Zusatzheizung, zum Beispiel die Gasheizung oder der Wärmepumpenboiler.

Lohnt sich Solarthermie auch für die Heizungsunterstützung?

Ja, aber die Wirtschaftlichkeit ist geringer als bei der reinen Warmwasserbereitung. Heizungsunterstützung erfordert größere Kollektorflächen von 8 bis 15 Quadratmetern und größere Pufferspeicher, weil der Heizbedarf im Winter hoch ist und die Sonnenenergie dann am schwächsten verfügbar ist. Der Solardeckungsgrad liegt bei kombinierten Anlagen typischerweise bei 20 bis 35 Prozent des Gesamtwärmebedarfs. Für bestimmte Gebäudetypen und Standorte kann diese Kombination trotzdem wirtschaftlich sehr sinnvoll sein.

Was kostet eine Solarthermieanlage?

Eine einfache Anlage für Warmwasserbereitung mit 4 bis 6 Quadratmetern Flachkollektoren kostet inklusive Montage und Speicher rund 4.000 bis 8.000 Euro. Anlagen mit Heizungsunterstützung und größeren Kollektorflächen können 8.000 bis 15.000 Euro kosten. Für die Förderung über das BAFA können Zuschüsse von bis zu 25 Prozent beantragt werden. Die Amortisationszeit liegt je nach Anlage und Energiepreisen bei 10 bis 18 Jahren, danach arbeitet die Anlage kostenlos.

Welche Kollektortypen gibt es und welcher ist besser?

Die häufigsten Typen sind Flachkollektoren und Röhrenkollektoren. Flachkollektoren sind günstiger und für die meisten Anwendungen geeignet. Röhrenkollektoren erreichen höhere Temperaturen und arbeiten auch bei diffusem Licht effizienter, sind aber teurer. Für einfache Warmwasserbereitung sind Flachkollektoren meist ausreichend und kosteneffizienter. Für Heizungsunterstützung oder Standorte mit vielen bewölkten Tagen können Röhrenkollektoren vorteilhafter sein.

Wie wird das Ergebnis aus dem Solarthermie-Rechner berechnet?

Der Rechner verwendet standortspezifische Einstrahlungsdaten (globale Horizontalstrahlung), die Kollektoreffizienz, die Kollektorfläche und den Warmwasserbedarf des Haushalts. Daraus wird der monatliche und jährliche Solarertrag in Kilowattstunden berechnet. Der Deckungsgrad ergibt sich aus dem Verhältnis von Solarertrag zu Warmwasserbedarf. Die Kosteneinsparung wird aus dem Solarertrag und dem aktuellen Preis des verdrängten Energieträgers berechnet.

Gibt es Förderungen für Solarthermie?

Ja. Das BAFA fördert Solarthermieanlagen im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Für einfache Warmwasseranlagen gibt es Zuschüsse von 25 Prozent auf die förderfähigen Kosten. In Kombination mit einer Wärmepumpe oder anderen Maßnahmen können Boni hinzukommen. Zusätzlich bieten viele Bundesländer und Kommunen eigene Förderprogramme an. Eine Beantragung muss vor Beginn der Maßnahme erfolgen.

Braucht eine Solarthermieanlage viel Wartung?

Solarthermieanlagen sind robust und wartungsarm. Die empfohlene Wartung umfasst eine jährliche Sichtprüfung, die Kontrolle des Solarfluids (das Wärmeträgermedium sollte alle 5 bis 10 Jahre überprüft werden) und gelegentliches Reinigen der Kollektoren bei starker Verschmutzung. In der Praxis funktionieren gut installierte Anlagen oft viele Jahre ohne nennenswerten Aufwand. Die Lebensdauer liegt bei 20 bis 25 Jahren, bei hochwertigen Komponenten auch darüber.

Kann ich Solarthermie mit einer Wärmepumpe kombinieren?

Ja, und das ist eine sehr sinnvolle Kombination. Solarthermie übernimmt im Sommer die Warmwasserbereitung und entlastet damit die Wärmepumpe. Im Winter, wenn wenig Solarertrag vorhanden ist, übernimmt die Wärmepumpe vollständig. Diese Kombination verbessert die Jahresarbeitszahl der Wärmepumpe, weil sie seltener für die Warmwasserbereitung auf hohe Temperaturen geht. Für Neubaukonzepte und umfassende Sanierungen ist diese Kombination zunehmend Standard.

Ist mein Dach für Solarthermie geeignet?

Grundsätzlich eignen sich alle Dachflächen mit ausreichender südlicher Ausrichtung, die nicht dauerhaft verschattet sind. Optimal sind Neigungswinkel zwischen 30 und 60 Grad bei Südausrichtung. Ost- und Westdächer sind weniger optimal, aber noch nutzbar. Wichtig ist ausreichend unverschattete Fläche für die Kollektoren, üblicherweise mindestens 4 bis 6 Quadratmeter für eine Warmwasseranlage. Unser Rechner erlaubt die Eingabe verschiedener Ausrichtungen und Neigungen und passt die Ertragsprognose entsprechend an.