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Der SSW-Rechner zeigt dir, in welcher Schwangerschaftswoche du dich gerade befindest. Gib einfach den ersten Tag deiner letzten Periode ein – oder direkt den errechneten Geburtstermin.
Startpunkt
Eine Schwangerschaft ist eine aufregende Zeit voller Fragen – und eine der allerersten lautet: In welcher Schwangerschaftswoche bin ich gerade? Unser SSW Rechner gibt dir schnell und unkompliziert die Antwort.
Du gibst einfach den ersten Tag deiner letzten Regelblutung ein, und der Rechner berechnet daraus deine aktuelle Schwangerschaftswoche (SSW) sowie deinen voraussichtlichen Geburtstermin (ET). Dabei wird die klassische Naegele-Regel verwendet, die auch in deutschen Arztpraxen und Kliniken als Standard gilt.
Eine Schwangerschaft dauert im Durchschnitt 40 Wochen – gerechnet ab dem ersten Tag der letzten Periode, also noch zwei Wochen vor der tatsächlichen Befruchtung. Das klingt zunächst etwas verwirrend, hat sich aber als praktischer Standard etabliert, weil der Eisprung und der genaue Befruchtungszeitpunkt oft unbekannt sind.
Neben der SSW zeigt dir unser Rechner auch, in welchem Trimester du dich befindest: Das erste Trimester geht von SSW 1 bis 12, das zweite von SSW 13 bis 27 und das dritte von SSW 28 bis zur Geburt.
Dieser Rechner ersetzt natürlich nicht die Untersuchungen beim Frauenarzt oder bei der Hebamme – aber er gibt dir eine erste, verlässliche Orientierung für die aufregendsten Monate deines Lebens.
Die Schwangerschaftswoche wird in Deutschland nach der sogenannten Naegele-Regel berechnet. Ausgangspunkt ist der erste Tag der letzten Regelblutung (LMP – Last Menstrual Period). Von dort aus zählt man 40 Wochen (280 Tage) vorwärts, um den voraussichtlichen Geburtstermin zu erhalten. Diese Methode setzt einen regelmäßigen Zyklus von 28 Tagen voraus. Bei kürzeren oder längeren Zyklen kann der tatsächliche Geburtstermin leicht abweichen. Eine genauere Bestimmung erfolgt beim ersten Ultraschall, bei dem der Arzt die Scheitel-Steiß-Länge des Embryos misst.
Der erste Arztbesuch sollte idealerweise zwischen der 6. und 10. Schwangerschaftswoche stattfinden. Dabei wird meist ein erster Ultraschall durchgeführt, der die Schwangerschaft bestätigt, die Herzaktivität des Embryos zeigt und den Geburtstermin präzisiert. Außerdem werden erste Blutuntersuchungen angeordnet (z. B. Blutgruppe, Rötelnimmunität, HIV, Toxoplasmose) und ein Mutterpass ausgestellt. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen im Rahmen der Vorsorge (Mutterschaftsrichtlinien) die Kosten für diese und weitere reguläre Untersuchungen.
ET steht für „Entbindungstermin" oder „errechneter Termin". Es ist der Zeitpunkt, zu dem das Baby rechnerisch 40 vollständige Schwangerschaftswochen erreicht hat. Nur etwa 5 % aller Babys kommen tatsächlich genau an diesem Tag zur Welt. Eine Geburt zwischen der 37. und 42. SSW gilt als termingerecht. Frühgeburten (vor SSW 37) erfordern oft besondere medizinische Betreuung, während Übertragungen (nach SSW 42) ärztlich eng überwacht werden.
Die Schwangerschaft wird in drei Abschnitte (Trimester) eingeteilt. Im ersten Trimester (SSW 1–12) entwickeln sich alle grundlegenden Organe des Babys – oft von Übelkeit, Müdigkeit und hormonellen Veränderungen bei der Mutter begleitet. Im zweiten Trimester (SSW 13–27) stabilisiert sich häufig das Wohlbefinden, der Bauch wird sichtbar und die ersten Kindsbewegungen werden spürbar. Im dritten Trimester (SSW 28–40) nimmt das Baby stark an Gewicht zu, der Körper der Mutter bereitet sich auf die Geburt vor, und Beschwerden wie Rückenschmerzen oder Schlafprobleme können zunehmen.
Ja. Die Standardberechnung geht von einem Zyklus mit 28 Tagen und einem Eisprung am 14. Tag aus. Wenn dein Zyklus kürzer (z. B. 24 Tage) oder länger (z. B. 35 Tage) ist, verschiebt sich auch der Eisprung – und damit der tatsächliche Empfängniszeitpunkt. Bei einem 35-Tage-Zyklus liegt der Eisprung eher um Tag 21, was bedeutet, dass der errechnete Termin nach der Naegele-Regel zu früh angesetzt sein könnte. Dein Frauenarzt oder deine Hebamme kann den Termin nach dem ersten Ultraschall individuell anpassen.
SSW p.m. steht für „post menstruationem" – gerechnet ab dem ersten Tag der letzten Regel. Das ist die in Deutschland gebräuchlichste und offizielle Zählweise. SSW p.c. steht für „post conceptionem" – also ab der tatsächlichen Befruchtung. Da die Befruchtung in der Regel zwei Wochen nach dem Zyklusbeginn stattfindet, besteht ein Unterschied von etwa zwei Wochen. Wenn du also sagst, du bist in der 10. SSW (p.m.), entspricht das etwa der 8. SSW p.c. In Deutschland, beim Arzt und im Mutterpass wird immer p.m. verwendet.
Moderne Schwangerschaftstests aus der Apotheke sind sehr zuverlässig – sie messen das Hormon hCG (humanes Choriongonadotropin) im Urin, das kurz nach der Einnistung der befruchteten Eizelle produziert wird. Ab dem ersten Tag der ausgebliebenen Periode (also etwa SSW 4) sind die meisten Tests aussagekräftig. Manche Frühtest-Modelle können schon einige Tage davor anschlagen. Ein positiver Test ist nahezu sicher. Ein negativer Test bei ausgebliebener Periode sollte einige Tage später wiederholt werden, da der hCG-Spiegel bei manchen Frauen langsamer ansteigt.
Der Mutterpass ist das offizielle Dokument, in dem alle wichtigen Untersuchungsergebnisse und Informationen zur Schwangerschaft festgehalten werden. Er wird beim ersten Vorsorgebesuch vom Frauenarzt ausgestellt, meist zwischen der 6. und 10. SSW. Er enthält unter anderem Blutgruppe, Antikörperstatus, Untersuchungstermine, Ultraschallergebnisse und den errechneten Geburtstermin. Du solltest den Mutterpass immer bei dir tragen – besonders gegen Ende der Schwangerschaft und natürlich bei der Geburt.
Die meisten Erstgebärenden spüren die ersten Bewegungen ihres Babys zwischen der 18. und 22. SSW – manchmal als zartes Flattern, Blubbern oder leichtes Zucken beschrieben. Bei Frauen, die schon einmal entbunden haben, kann das Gefühl bereits ab der 16. SSW auftreten, weil sie die Empfindungen besser einordnen können. Gegen Ende der Schwangerschaft werden die Bewegungen kräftiger und deutlicher spürbar. Wenn Bewegungen plötzlich nachlassen oder ausbleiben, sollte man immer umgehend die Hebamme oder den Arzt kontaktieren.
Ja, es gibt einige Lebensmittel, die in der Schwangerschaft gemieden werden sollten. Rohe Wurst- und Fleischprodukte (z. B. Salami, Mett, Carpaccio) können Listerien oder Toxoplasmose-Erreger enthalten, die für das ungeborene Kind gefährlich sind. Roher Fisch (Sushi), rohe Eier und Rohmilchprodukte tragen ähnliche Risiken. Alkohol sollte vollständig vermieden werden – es gibt keine bekannte sichere Menge. Koffein sollte auf maximal 200 mg pro Tag begrenzt werden (entspricht etwa zwei kleinen Tassen Kaffee). Leberpastete und Leber in großen Mengen sind wegen des hohen Vitamin-A-Gehalts ebenfalls nicht empfohlen.