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Hier berechnest du schnell, wie viel Taschengeld altersgerecht ist – monatlich oder wöchentlich. Der Rechner orientiert sich an den aktuellen Empfehlungen des Deutschen Kinderschutzbundes. Praktisch für Eltern, die einen fairen Betrag festlegen möchten.
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Taschengeld ist mehr als nur Geld – es ist eine der ersten Möglichkeiten, Kindern den Umgang mit Geld beizubringen. Aber wie viel ist eigentlich angemessen? Diese Frage stellen sich viele Eltern. Unser Taschengeld-Rechner gibt dir eine Orientierung, die sich an den aktuellen Empfehlungen des Deutschen Jugendinstituts orientiert.
Die empfohlenen Beträge steigen mit dem Alter: Kleinkinder ab 4 Jahren bekommen vielleicht 0,50 bis 1 Euro pro Woche. Mit 10 Jahren sind es schon 15 bis 20 Euro im Monat. Jugendliche mit 15 Jahren erhalten typischerweise 30 bis 45 Euro monatlich, und mit 17 bis 18 Jahren können es 60 Euro und mehr sein.
Wichtig dabei: Das Taschengeld sollte pünktlich und regelmäßig gezahlt werden – am besten immer am selben Tag des Monats. Es sollte nicht als Belohnungs- oder Strafmittel eingesetzt werden. Kinder sollen lernen, mit dem Geld umzugehen, auch wenn sie es mal „falsch" ausgeben. Fehler beim Geldverwalten in jungen Jahren sind die günstigsten Fehler, die man machen kann.
Unser Rechner gibt dir den empfohlenen Richtwert für das Alter deines Kindes – angepasst an 2026. Als Ausgangspunkt für ein gutes Gespräch am Küchentisch.
Das Deutsche Jugendinstitut gibt folgende Richtwerte heraus: 4–5 Jahre: 0,50–1 €/Woche; 6–7 Jahre: 1,50–2 €/Woche; 8–9 Jahre: 2–2,50 €/Woche; 10–11 Jahre: 15–20 €/Monat; 12–13 Jahre: 20–25 €/Monat; 14–15 Jahre: 25–35 €/Monat; 16–17 Jahre: 40–55 €/Monat; 18 Jahre: 65–75 €/Monat. Diese Werte sind Empfehlungen, keine Vorschriften.
Taschengeld ist keine gesetzliche Pflicht, aber eine pädagogische Empfehlung. Eltern sind verpflichtet, den Lebensunterhalt ihrer Kinder zu sichern – Taschengeld als freies Verfügungsgeld ist davon getrennt. Es ist jedoch eine der effektivsten Methoden, um Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit Geld beizubringen.
Nein, das wird von Pädagogen und Fachleuten einhellig abgelehnt. Taschengeld sollte verlässlich und bedingungslos gezahlt werden. Wenn es als Druckmittel eingesetzt wird, verliert es seine pädagogische Wirkung – das Kind lernt dann nicht mehr den Umgang mit Geld, sondern nur, wie man sich durch Gehorsam Geld verdient.
Es kommt darauf an. Wenn ein Kind für ein bestimmtes Ziel spart und das aus eigener Initiative tut, ist das lobenswert – aber keine automatische Grundlage für mehr Geld. Wer Sparziele verfolgt, kann gelegentlich durch elterliche Unterstützung belohnt werden, etwa durch Aufstocken eines Sparziels. Das lehrt auch den Umgang mit Anreizen.
Jüngere Kinder bis etwa 10 Jahre profitieren mehr von wöchentlichen Beträgen – der Zeitraum eines Monats ist für sie zu abstrakt. Ab etwa 10 bis 12 Jahren kann man auf monatliche Zahlung umstellen, um dem Kind zu lernen, sich den Betrag über einen längeren Zeitraum einzuteilen. Das entspricht eher der Realität im Erwachsenenleben.
Das sollte klar kommuniziert werden. Am besten legen Eltern gemeinsam mit dem Kind fest, wofür das Taschengeld zuständig ist. Spontanausgaben mit Freunden, Kleinigkeiten im Supermarkt, kleine Freizeitaktivitäten – das kann gut aus dem Taschengeld finanziert werden. Schulbedarf, Kleidung und Essen sollten weiterhin von den Eltern gestellt werden.
Zuerst: Geduld haben. Das ist lernender Umgang mit Geld – und Fehler gehören dazu. Resisting the urge to top up when the money is gone: genau das ist die Lektion. Wer zu früh nachgibt und einfach mehr gibt, verhindert das wichtigste Lernerlebnis. Stattdessen gemeinsam überlegen, wofür das Geld ausgegeben wurde – ohne Wertung.
Taschengeld ist steuerrechtlich unproblematisch. Es handelt sich um einen Unterhaltsbeitrag innerhalb der Familie, der nicht versteuert werden muss. Erst wenn Beträge sehr hoch werden – zum Beispiel bei volljährigen Kindern, die größere Summen erhalten – können schenkungssteuerliche Fragen relevant werden. Das betrifft normales Taschengeld aber nicht.
Das eigene Einkommen des Kindes verändert den Taschengeldanspruch grundsätzlich nicht. Eltern können aber vereinbaren, dass bei eigenem Einkommen das Taschengeld angepasst wird – zum Beispiel als Anreiz für mehr Eigenverantwortung. Wichtig ist, das offen zu kommunizieren, damit das Kind versteht, dass eigene Arbeit sich lohnt.
Taschengeld lehrt Kinder, Prioritäten zu setzen, zu sparen und mit Enttäuschungen umzugehen. Es fördert Eigenverantwortung und zeigt, dass Geld endlich ist. Studien zeigen, dass Kinder, die früh eigenes Geld verwalten dürfen, im Erwachsenenleben finanziell verantwortungsvoller sind. Taschengeld ist eine der einfachsten und effektivsten Formen der Finanzerziehung.