Volltilgerdarlehen Rechner

Monatliche Rate, Gesamtkosten und Zinsersparnis für Ihr vollständig tilgendes Darlehen berechnen.

Über Volltilgerdarlehen Rechner

Der Volltilgerdarlehen-Rechner ist das perfekte Analysetool für sicherheitsorientierte Kreditnehmer und Investoren, die bei ihrer Baufinanzierung keinerlei unkalkulierbare Risiken eingehen möchten. Im Gegensatz zu einem klassischen Annuitätendarlehen, bei dem nach dem Ende der ersten Zinsbindungsfrist (z. B. nach 10 oder 15 Jahren) meist eine erhebliche Restschuld verbleibt, ist das Volltilgerdarlehen so konzipiert, dass die Restschuld am exakten Ende der Zinsbindung exakt null Euro beträgt. Das bedeutet: Mit der Zahlung der allerletzten monatlichen Rate ist die Immobilie komplett schuldenfrei. Es besteht somit keinerlei Bedarf an einer oft teuren oder schwer kalkulierbaren Anschlussfinanzierung.

Dieses Finanzierungsmodell bietet Ihnen eine unschlagbare Planungssicherheit. Da der Zinssatz für die gesamte, oft jahrzehntelange Laufzeit festgeschrieben ist, wissen Sie bereits am Tag der Unterschrift des Kreditvertrags auf den Cent genau, wie viel Geld Sie insgesamt an die Bank zurückzahlen werden. Da die Banken bei so langen Laufzeiten jedoch ein höheres Zinsrisiko tragen, verlangen sie manchmal einen kleinen Zinsaufschlag. Auf der anderen Seite gewähren viele Kreditinstitute für Volltilger oft auch Zinsrabatte, da das Ausfallrisiko durch die vertraglich vereinbarte, schnelle Tilgung kontinuierlich sinkt. Unser Rechner ermittelt für Sie die notwendige monatliche Rate und die erforderliche anfängliche Tilgung, um Ihr Wunschdarlehen im vorgegebenen Zeitraum punktgenau auf Null zu bringen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

1. Für wen ist ein Volltilgerdarlehen am besten geeignet?

Ein Volltilgerdarlehen ist ideal für Menschen mit einem hohen Sicherheitsbedürfnis, die eine Immobilie langfristig selbst nutzen wollen und über ein stabiles, gut kalkulierbares Einkommen verfügen. Es eignet sich besonders für Bauherren, die bis zum Eintritt in den Ruhestand absolut schuldenfrei sein möchten, um im Alter mietfrei und ohne die Last von Kreditverpflichtungen leben zu können.

2. Wie unterscheidet sich ein Volltilgerdarlehen vom klassischen Annuitätendarlehen?

Beim klassischen Annuitätendarlehen wählen Sie eine feste Zinsbindung (z. B. 10 Jahre) und eine feste anfängliche Tilgung (z. B. 2 %). Nach 10 Jahren ist nur ein Teil der Schuld getilgt, und Sie müssen das Zinsrisiko einer Anschlussfinanzierung tragen. Beim Volltilgerdarlehen geben Sie stattdessen die gewünschte Gesamtlaufzeit vor (z. B. 22 Jahre). Der Rechner ermittelt daraus die exakte Tilgungsrate, die nötig ist, um am Ende bei Null herauszukommen.

3. Kann ich bei einem Volltilgerdarlehen kostenlose Sondertilgungen leisten?

Da Volltilgerdarlehen mathematisch starr auf ein bestimmtes Enddatum hin berechnet werden, schließen viele Banken das Recht auf kostenfreie Sondertilgungen standardmäßig aus oder verlangen dafür einen expliziten Zinsaufschlag. Wenn Sie Flexibilität wünschen, müssen Sie dies im Vertrag separat vereinbaren. Jede geleistete Sondertilgung verkürzt bei einem Volltilger entweder die Gesamtlaufzeit oder reduziert die zukünftige monatliche Rate.

4. Gibt es ein gesetzliches Kündigungsrecht bei sehr langen Laufzeiten?

Ja, der Gesetzgeber schützt Verbraucher in Deutschland über den Paragrafen 489 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB). Unabhängig von der vereinbarten Zinsbindung haben Sie als Darlehensnehmer das Recht, jeden Immobilienkredit nach Ablauf von 10 Jahren nach dem vollständigen Erhalt des Geldes mit einer Frist von sechs Monaten ganz oder teilweise kostenfrei zu kündigen, ohne dass eine Entschädigung anfällt.

5. Warum gewähren manche Banken Rabatte auf Volltilgerdarlehen?

Obwohl lange Zinsbindungen normalerweise teurer sind, schätzen Banken das extrem niedrige Ausfallrisiko bei Volltilgungsvereinbarungen. Da der Kunde sich vertraglich zu einer schnellen und kontinuierlichen Rückzahlung verpflichtet, schrumpft das Risiko für die Bank rasant. Diesen Vorteil geben viele Institute in Form von attraktiven Zinsrabatten direkt an den Kunden weiter.

6. Welche Nachteile hat ein Volltilgerdarlehen?

Der größte Nachteil ist die mangelnde Flexibilität und die typischerweise sehr hohe monatliche Belastung. Da das Darlehen in einem festen Zeitraum komplett getilgt werden muss, ist eine niedrige Anfangstilgung von beispielsweise nur 1 % unmöglich. Sollte sich Ihr Einkommen temporär verringern, kann die dauerhaft hohe Monatsrate zu einer extremen finanziellen Belastung werden.

7. Kann die monatliche Rate während der Laufzeit angepasst werden?

In der Regel sind die Raten bei einem reinen Volltilgerdarlehen über die gesamte Laufzeit absolut starr und unveränderlich. Nur wenige kundenfreundliche Banken erlauben vertraglich vereinbarte Optionen zum Wechsel des Tilgungssatzes. Wer absolute Flexibilität sucht, für den ist ein klassisches Annuitätendarlehen mit flexiblen Optionen oft die bessere Wahl.

8. Was passiert, wenn die Zinsen während meiner Laufzeit stark sinken?

Sollten die Marktzinsen während Ihrer Laufzeit massiv fallen, sitzen Sie zunächst in Ihrem Vertrag mit den höheren Zinsen fest. Nach Ablauf der gesetzlichen 10-Jahres-Frist gemäß § 489 BGB können Sie das Darlehen jedoch vorzeitig kündigen und zu einer anderen Bank mit deutlich günstigeren Konditionen wechseln (Umschuldung), ohne dass Sie eine Strafe zahlen müssen.

9. Bis zu welcher maximalen Laufzeit werden Volltilger angeboten?

Die meisten deutschen Kreditinstitute bieten Volltilgerdarlehen für Laufzeiten zwischen 15 und maximal 30 bis 35 Jahren an. Längere Laufzeiten sind extrem selten, da das Risiko für die Banken bezüglich der langfristigen Zinsentwicklung und der Erwerbsbiografie des Kreditnehmers (Eintritt in die Rente) dann zu unkalkulierbar wird.

10. Wie berechnet der Rechner die exakte monatliche Rate?

Der Rechner nutzt eine finanzmathematische Formel zur Rentenbarwertberechnung. Er nimmt die Darlehenssumme, den angebotenen Sollzins und die gewünschte Jahre bis zur Schuldenfreiheit. Daraus kalkuliert das System die exakte Annuität (Kombination aus Zins und Tilgung), die monatlich gezahlt werden muss, damit der Tilgungsanteil über die Jahre progressiv so ansteigt, dass am Stichtag die Restschuld exakt gegen Null läuft.