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Dieser Rechner zeigt dir, was eine Wärmepumpe im Jahr kostet, wie viel du gegenüber einer Gasheizung sparst und wann sich die Investition amortisiert. Gib einfach deine Eckdaten ein – alles andere übernimmt der Rechner.
Eine Wärmepumpe ist eine der effizientesten Heizalternativen überhaupt – aber nur, wenn sie richtig dimensioniert und zur Situation des Hauses passend gewählt wird. Mit unserem Wärmepumpen-Rechner lässt sich schnell einschätzen, ob eine Wärmepumpe im eigenen Gebäude sinnvoll ist, wie hoch die laufenden Kosten wären und wann sich die Investition amortisiert.
Der Rechner berücksichtigt die wichtigsten Einflussfaktoren: Heizlast des Gebäudes, Wärmequelle (Luft, Erde, Wasser), Strompreis und aktuelle Energiekosten. Das Ergebnis zeigt die Jahresarbeitszahl (JAZ) und die zu erwartenden Jahreskosten im Vergleich zur bisherigen Heizlösung.
Gerade wer über den Umstieg von Gas oder Öl nachdenkt, steht vor vielen offenen Fragen. Lohnt sich die Investition? Reicht die Dämmung des Hauses? Wie hoch ist der Stromverbrauch? All das lässt sich mit diesem Tool strukturiert durchdenken, bevor man einen Handwerker oder Energieberater einschaltet.
Der Wärmepumpen-Rechner ist ein erster, fundierter Schritt hin zu einer klimafreundlicheren und langfristig günstigeren Heizlösung.
Eine Wärmepumpe entnimmt Wärmeenergie aus der Umgebung – also aus der Luft, dem Erdreich oder dem Grundwasser – und hebt diese auf ein für die Heizung nutzbares Temperaturniveau. Dabei wird ein Kältemittel im Kreislauf verdampft, verdichtet, verflüssigt und wieder entspannt. Pro eingesetzter Kilowattstunde Strom erzeugt eine Wärmepumpe je nach System zwei bis fünf Kilowattstunden Wärme. Das macht sie deutlich effizienter als jede direkte elektrische Heizung und in vielen Fällen auch günstiger als Gas oder Öl.
Die Jahresarbeitszahl beschreibt das Verhältnis von abgegebener Wärme zu aufgenommenem Strom über ein ganzes Jahr. Eine JAZ von 3,5 bedeutet, dass die Wärmepumpe aus einer Kilowattstunde Strom 3,5 Kilowattstunden Wärme erzeugt. Je höher die JAZ, desto effizienter arbeitet die Anlage. Für eine wirtschaftlich sinnvolle Wärmepumpe sollte die JAZ mindestens bei 3,0 liegen. Luft-Luft-Wärmepumpen erreichen in Deutschland im Jahresmittel oft 2,5 bis 3,5, Erdwärmepumpen kommen auf 4,0 und mehr.
Wärmepumpen arbeiten am effizientesten in gut gedämmten Gebäuden mit Flächenheizungen wie Fußbodenheizung oder Wandheizung. Der Grund: Flächenheizungen benötigen nur 35 bis 45 Grad Vorlauftemperatur, während Heizkörper oft 60 bis 70 Grad brauchen. Je höher die Vorlauftemperatur, desto schlechter die Effizienz. Schlecht gedämmte Altbauten mit alten Heizkörpern sind keine ideale Ausgangslage, können aber nach einer energetischen Sanierung sehr gut mit einer Wärmepumpe betrieben werden.
Die drei häufigsten Typen sind Luft-Wasser-Wärmepumpen, Erdwärmepumpen (Sole-Wasser) und Grundwasserwärmepumpen. Luft-Wasser-Wärmepumpen sind am einfachsten zu installieren, weil keine Erdbohrung nötig ist, und daher am günstigsten in der Anschaffung. Erdwärmepumpen brauchen entweder Erdkollektoren oder eine Tiefenbohrung, sind aber effizienter, weil die Erdtemperatur konstanter ist als die Lufttemperatur. Grundwasserwärmepumpen sind noch effizienter, aber von den Genehmigungsvoraussetzungen her anspruchsvoller.
Die Kosten hängen stark vom Typ ab. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet inklusive Installation je nach Leistung und Anbieter zwischen 12.000 und 25.000 Euro. Eine Erdwärmepumpe mit Tiefenbohrung kommt auf 18.000 bis 35.000 Euro oder mehr. Hinzu kommen mögliche Kosten für die Anpassung des Heizsystems. Dank der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) können jedoch bis zu 70 Prozent der Investitionskosten gefördert werden – was die Amortisationszeit erheblich verkürzt.
Das hängt von der Heizlast des Gebäudes und der JAZ der Anlage ab. Für ein typisches Einfamilienhaus mit einem Heizwärmebedarf von 15.000 kWh pro Jahr und einer JAZ von 3,5 ergibt sich ein Strombedarf von rund 4.300 kWh. Das entspricht bei einem Strompreis von 35 Cent etwa 1.500 Euro Heizstromkosten pro Jahr. Zum Vergleich: Eine Gasheizung mit ähnlichem Wärmebedarf kostet bei 12 Cent pro kWh Gas ebenfalls rund 1.800 bis 2.000 Euro – und Gas kann teurer werden.
Nicht immer ohne weiteres. Entscheidend ist, ob das Heizsystem für niedrige Vorlauftemperaturen geeignet ist. Viele alte Heizkörper sind auf höhere Temperaturen ausgelegt und müssten entweder ersetzt oder durch größere Modelle ergänzt werden. Eine Fußbodenheizung ist nahezu ideal. Außerdem sollte die Dämmung des Hauses überprüft werden, damit die Wärmepumpe effizient arbeiten kann. Eine Kombination aus leichter Sanierung und Wärmepumpeneinbau ist oft sinnvoller als eine isolierte Installation ohne Vorbereitung.
Die Kombination ist besonders attraktiv. Wer tagsüber Solarstrom selbst erzeugt und damit die Wärmepumpe betreibt, senkt die Betriebskosten erheblich. Im Sommer kann der Solarstrom sogar zum Kühlen genutzt werden, wenn die Wärmepumpe reversibel betrieben wird. Durch smarte Steuerung lässt sich die Wärmepumpe gezielt in Zeiten hoher Eigenproduktion betreiben, zum Beispiel durch das Vorheizen des Pufferspeichers. In Kombination mit einem Stromspeicher ist eine weitgehende Unabhängigkeit vom Netzstrom möglich.
Die wichtigste Förderung läuft über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) beim BAFA. Wer eine Wärmepumpe als Ersatz für eine alte fossile Heizung einbaut, bekommt einen Grundbonus von 30 Prozent, einen Klimabonus von 20 Prozent bei vorzeitigem Heizungstausch sowie einkommensabhängige Zusatzboni – insgesamt bis zu 70 Prozent Förderquote auf förderfähige Kosten. Zusätzlich bieten viele Bundesländer und Energieversorger eigene Programme an. Eine frühzeitige Beratung beim Energieberater oder direkt beim BAFA lohnt sich.
Die Lebensdauer einer gut gewarteten Wärmepumpe liegt bei 15 bis 25 Jahren. Die Amortisationszeit hängt von Investitionskosten, Förderung und eingesparten Energiekosten ab. Bei guter Förderung und einem günstigen Vergleich zu teuren Gas- oder Ölkosten kann die Amortisation in 8 bis 12 Jahren erreicht werden. Unser Rechner zeigt diese Zeitspanne konkret auf Basis der eingegebenen Werte, sodass die Entscheidung nicht mehr nur auf Bauchgefühl beruht, sondern auf echten Zahlen.